Unsere Wohnung

Der Kauf

Ich habe es getan, mich überwunden und die bisher größte Entscheidung meines Lebens getroffen. Ich habe eine Wohnung erworben. 3 Zimmer in Kaufbeuren-Neugablonz – und ich kann ohne Feuerwaffe vor die Tür gehen. Was will man mehr?

An einem regnerischen Mittwochabend war es so weit. In einem wunderschönen Büro (bei rund 800 € für 45 Minuten „Arbeit“ – also vorlesen – kann man sich das sicherlich leisten…) habe ich meinen Michalski unter den Vertrag gesetzt. Wusste gar nicht, dass man für wichtige Schriftstücke auch Tinte statt Blut verwenden kann. Und nein, dass es nach Schwefel riecht, ist offensichtlich nicht „ganz normal“. @webmock, @mschmid

Aber egal – Der Countdown läuft. Bis Mitte Januar soll die Wohnung komplett bezogen sein und die to-do Liste ist lang:

  •  Alte Wohnung entrümpeln, streichen
  • Küchenfliesen sauber abschlagen (hoffentlich danach nicht verputzen …)
  • Küche planen (welcher Depp kauft ‘ne Wohnung in die keine Blockküche passt?)
  • Teppich (voll verklebt, §&“§$““§$&§$/&§“) entfernen (Honey besorgt sich einen Stripper) – 2 Zimmer
  • Tapeten lösen – 2 Zimmer
  • Tapezieren – 2 Zimmer
  • Laminat verlegen – 2 Zimmer
  • Laminat ausbessern – 1 Zimmer ( hoffentlich… )
  • Streichen – 3 1/2 Zimmer, Flur, Bad
  • Einrichtung kaufen und aufbauen (bisheriger Besitz: Fernseher, Fernsehunterschrank, Kleiderständer, 2 Kommoden…)

Für geübte und oder talentierte Handwerker ist dieser Zeitplan sicherlich kein Problem. Für mich … nun ja, sagen wir es mal so: Als ich kürzlich einen Siphon montierte habe, ohne die göttliche Sintflut zu beschwören, war ich stolz wie Oskar.

Und jetzt – wünscht mir bitte alle viel Spaß! …

Renovierungsarbeiten

Es gibt Menschen, die haben keinen Geschmack… und es gibt die Vorbesitzer unserer Wohnung. Flur mit roten Akzenten? Geht ja noch. Essbereich rot-orange geschwammtechnikt? Scheußlich – streichen wollten wir aber ohnehin.

Warum man hingegen, in ein 1996 gebautes Haus einen gemütlich-warmen blau-grauen Teppich legt und die Wände im Schlafzimmer mit einer Mustertapete aus Großmutters Zeiten verziert, kann ich mir nicht erklären. Das Sahnehäubchen der Renovierungshölle: Ein gezimmertes U aus massiven Holzteilen, rund 15cm langen Spax und Teppich im Arbeitszimmer.

Also Hammer, Schraubendreher und Spachtel geschnappt – frei nach Hornbach, haben wir es zu unserem Projekt gemacht.

Und knapp fünf Wochen später können wir sagen: Es ist vollbracht! Tapeten ab, Tapeten drauf, Teppich weg, Laminat verlegt. Gestrichen ist alles, die Fliesen sind abgeschlagen. Zwar müssen wir noch auf die Küche und einige Möbel warten aber wir sind auf der Zielgeraden und ich möchte mich bedanken.

Bei allen fleißigen Helfern, die uns streichend, tapetenabkratzend und fernsehertragend unterstützt haben

Bedanken bei meinem Vater, der mir viele Entscheidungen leichter gemacht hat. Und Bedanken bei der Koryphäe des Kleisters, der Titanin der Tapete, der Furie des Farbeimers.  Bei meiner Mama.

Danke. Für alles.


Wohnen

„Der Weg ist das Ziel“. Konfuzius soll das gesagt haben. Oder Lao-Tse – vielleicht Gandhi? Egal. Wem auch immer diese Weisheit eingefallen ist – Sie kam sicher nicht beim Tapezieren. Oder beim perversen Vergnügen einen voll verklebten Teppich zu entfernen. „Der Weg ist das Ziel“? F*** you!

 Das Ziel ist: Wohnen. Wohlfühlen in unseren eigenen vier Wänden. Und ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Oder was meint ihr?